Gault Millau 2010

13 Pkt. von 20
Sehr gute Küche, die mehr als das Alltägliche bietet
Teddy-Bären in verschiedensten Größen und Ausführungen verleihen der Gaststube im Bärenwirt ein heiteres, wenn auch etwas kitschiges Ambiente. Atmosphärisch ist hier der Garten sicher am schönsten. Dem Geschmackssinn huldigte man bei unserem Besuch zunächst höchst erfreulich mit einem gebackenen Kalbsbeuscherl und einer Cremesuppe vom Kren, die mit einer mit Rauna (Rote Rüben, Anm.) gefüllten Frühlingsrolle serviert wurde. Es folgte eine zarte Bauernente mit Erdäpfelknödel sowie ein mit Kürbiskernen paniertes Forellenfilet. Beide Gerichte waren vorzüglich zubereitet, doch hätten beide von etwas mehr Würze deutlich profitiert. Vielleicht kann man bis zum nächsten Jahr mehr Mut beweisen und im Gegenzug dazu bei den Desserts – in unserem Fall war es ein Lebkuchenmus – etwas sparsamer mit dem Zucker umgehen.
Nichtsdestotrotz: Gratulation zu einer hervorragenden Leistung und zur Haube.
Wo isst Österreich? 2010

Idyllisch, gestanden, liebevoll eingerichtet. Einerseits ist der „Bärenwirt“ ein Landgasthof im besten Sinne: erdig, gemütlich und mit Speisen wie Beuschel, Blunzen oder Bärenpfandel durchaus darauf eingerichtet, auch den Bärenhunger zu stillen. Bärigkeit also in Form von Kalorien. Dann gibt es aber noch die leichte, neuzeitliche-kreative Küche. Ein Spagat, den normalerweise selbst der beste Tanzbär nicht hinbekommt, gelingt hier leichten Fußes: etwa bei verschiedensten Terrinen, Rehrücken mit Pilzpalatschinken oder rosa gebratener Flugentenbrust mit Honig und Balsamicosauce. Dazu gibt es gepflegtes Fassbier und das eine oder andere einheimische oder exotische Tröpferl aus der bestens bestückten Weinkarte.
NÖ Weinwirt 2009
A La Carte 2010

63 Pkt. 1 Stern 
Der Mostviertler Landgasthof mit der Vorliebe für Plüschbären ist ein Hort der gutbürgerlichen Küche, worbei ein Großteil der Rohstoffe aus der umliegenden Region bezogen wird. Mit viel Routine und spürbarer Liebe zum Kochen entsteht so ein reizvoller Speisereigen vom Rauchforellentascherl über das geschmorte Schulterscherzel vom Mostviertler Rind bis zum gefüllten Schokoei. Dazu gibt´s gut Säfte, gepflegte Fassbiere und – für den letztjährigen „Weinwirt des Jahres“ eine Ehrensache – eine reizvoll zusammengestellte Weinasuwahl mit Schwerpunkt Österreich. Sommers lockt der gemütliche Garten.
Aus der Karte: Geräucherte Flugentenbrust mit Apfel-Nuss-Salat; Zanderfilet und rote Rüben mit Krensauce und Rösterdäpfeln; „Bärenpfandl“: Naturkoteletts, mit Rohschinken und Käse überbacken, dazu Gemüsebouquet und gebackene Erdäpfelschupfnudeln; Warmer Schokoladeauflauf mit Zitronen-Thymian-Sorbet.
KURIER TAFELSPITZ

69 Pkt.
Erich Mayrhofer ist Wirt mit Leib & Seele, in seinem Wirtshaus vereint er Sonntagsgourmets und Durchreisende, Geschäftsleute. Hochzeitsgesellschaften. Seniorenrunden und sogar die Jugend. Ein Bilderbuch-Gasthof, nicht romantisch, aber lebendig
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